Wahlprogramm 2025-2030
🔧 Wirtschaft & Arbeit
- Stärkung des lokalen Mittelstands, Handwerks und der Freiberufler
- Regionale Wirtschaftsförderung statt Kirchturmdenken
- Neue Gewerbe- und Industrieflächen für mehr Arbeitsplätze
- Bürokratieabbau und mehr Wirtschaftskompetenz in der Politik
🖥️ Moderne Verwaltung & Digitalisierung
- Bürgernahe, digitale Verwaltung mit weniger Bürokratie
- Ausbau der digitalen Infrastruktur in Verwaltung und Schulen
- Ziel: Digitale Akten statt Papier – jederzeit Zugriff auf städtische Services
💰 Solide Finanzen
- Keine Steuererhöhungen ohne Not – Ausgabenkontrolle hat Vorrang
- Transparenter, digitaler Haushalt für alle Bürger
- Verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Geldern
🚉 Infrastruktur & Mobilität
- Besserer ÖPNV, besonders für Pendler und Jugendliche
- Ausbau von Radwegen und Förderung von E-Mobilität & Carsharing
- Ganzheitliche Verkehrskonzepte für eine saubere und mobile Stadt
🏊 Sport & Freizeit
- Unterstützung für Sportvereine und moderne Sportstätten
- Neues Schwimmzentrum in Wittringen geplant
- Förderung von Freizeitangeboten für alle Altersgruppen
🏘️ Stadtentwicklung
- Erneuerung des Busbahnhofs und bessere Stadtteilentwicklung
- Kampf gegen Schrottimmobilien
- Weniger Bürokratie, mehr Bürgerberatung
👨👩👧👦 Familie & Bildung
- Ausbau von Kita-Plätzen und gebührenfreier Kindergarten (wenn möglich)
- Starke Schulsozialarbeit und moderne Schulen
- Erhalt der Förderschulen und kleinere Klassen für bessere Bildung
👮 Sicherheit & Ordnung
- Mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst
- Null-Toleranz bei Vandalismus und Vermüllung
- Videoüberwachung an Brennpunkten zur Prävention
👵 Seniorenpolitik
- Barrierefreier Wohnraum und Mobilität
- Erhalt von Apotheken, Ärzten und Pflegeangeboten
- Bekämpfung von Einsamkeit durch Treffpunkte und Ehrenamt
♿ Inklusion & Teilhabe
- Selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderung
- Erhalt von Förderschulen und inklusiven Arbeitsplätzen
- Teilhabe an Bildung, Kultur und Ehrenamt fördern
🌱 Umwelt & Klimaschutz
- Nachhaltigkeit als Leitprinzip
- Förderung moderner Technologien und CO₂-armer Mobilität
- Umweltfreundliche Stadtentwicklung ohne ideologische Verbote
🎭 Kultur & Ehrenamt
- Erhalt kultureller Einrichtungen und Förderung von Vereinen
- QR-Codes an historischen Gebäuden für digitale Zeitreisen
- Wertschätzung und Förderung des Ehrenamts
🌍 Integration & Vielfalt
- Integration als gegenseitiger Prozess
- Förderung der deutschen Sprache und gesellschaftlicher Teilhabe
- Einrichtung eines Integrationsgremiums mit aktiven Migranten
Präambel
Am 14. September 2025 entscheiden die Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens mit der Kommunalwahl über die Zukunft in ihren Gemeinden, Städten und Kreisen.
Die Wahlperiode dauert fünf Jahre. Jahre, in denen es angesichts einer älter und vielfältiger werdenden Gesellschaft um die Sicherung und Anpassung von Infrastrukturen und der öffentlichen Daseinsvorsorge geht. Realitätsnähe, Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung, der Blick für das Ganze und der Mut zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung sind daher gefragter denn je. Insbesondere eine über Generationen hinausdenkende Politik ist mittlerweile von höchster Wichtigkeit.
Die CDU will eine nachhaltige Stadtentwicklung, die ökonomische, ökologische und soziale Belange gleichberechtigt berücksichtigt. Trotz der starken Unterstützung durch die Landesregierung sowie den nunmehr zu erwartenden Hilfen des Bundes müssen wir unseren Haushalt nach wie vor sanieren, um diese Leistungen in allen Bereichen verlässlich und mit hoher Qualität erbringen zu können. Bei der Umsetzung unserer Ziele werden wir die Belastungen der nachfolgenden Generationen nicht aus den Augen verlieren. Eine strenge Haushaltsdisziplin ist für uns ein wesentlicher Bestandteil für die stabile Zukunft unserer Jugend.
In diesem Jahr erfahren wir außerdem in besonderer Weise, wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme und bürgerliche Solidarität in Krisenzeiten sind. Genau diese Solidarität muss durch einen starken, entscheidungsfreudigen und im besten Sinne „anpackenden“ Bürgermeister sowie eine innovative und geradlinige CDU-Mehrheit im Rathaus unterstützt und gesichert werden.
Im Mittelpunkt unseres politischen Handelns steht der Mensch, unsere Politik orientiert sich am christlichen Menschenbild.
Dafür steht die CDU Gladbeck und ihr Bürgermeisterkandidat!
Wirtschaft und Arbeit
Die CDU weiß um ihre Verantwortung für diejenigen, die Arbeit suchen oder sich um ihren Arbeitsplatz sorgen. Deshalb setzen wir uns in Gladbeck für unsere Unternehmer vor Ort ein und fördern besonders den lokalen Mittelstand sowie die Freiberufler.
Unser Mittelstand, insbesondere das Handwerk, der Handel, das Gewerbe und die Dienstleister erwirtschaften den Kommunen die dringend benötigten Gewerbesteuereinnahmen. Gerade aber diese Unternehmer fühlen sich mit ihren Anliegen in der Politik und bei der Verwaltung aktuell oft nur unzureichend vertreten. Das muss sich ändern! Mehr Wirtschaftskompetenz in die politischen Willensbildungsprozesse einfließen zu lassen, ist für den Wandel in unserer Region und das Vorantreiben einer Entbürokratisierung unabdingbar.
Die CDU Gladbeck tritt ein für eine Überwindung des Kirchturmdenkens. Denn: Die Arbeitsplätze in der Region sind auch unsere Arbeitsplätze und elementar für die weitere Entwicklung unserer Städte und Gemeinden. Wir brauchen eine starke Region und unterstützen daher, was sie stärkt. Aus diesem Grund sehen wir eine rein lokale Wirtschaftsförderung mittelfristig als überflüssig an. Sie muss verschmelzen mit einer leistungsfähigen und kompetenten regionalen Wirtschaftsförderung, die als moderne Unternehmensberatung fungiert. Wir stellen uns vor, dass eine regionale Wirtschaftsförderung im Kreishaus (in Recklinghausen) als zentrale Stabsstelle agiert und wirtschafts- und bildungsrelevante Daten vernetzt. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit unseren unmittelbaren Nachbarstädten Bottrop und Gelsenkirchen deutlich zu intensivieren.
Wir sorgen uns um attraktive Standorte und Planungssicherheit für die Unternehmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Unser Ziel ist, den hier lebenden Menschen Perspektiven zu bieten, so dass sie durch den Ertrag eigener Arbeit ein selbstbestimmtes Leben führen können. Daher benötigen wir auch zukünftig neue Gewerbeflächen in unserer Stadt und Industrieflächen in der Region.
Die Wirtschaftsförderung muss der Anwalt der Unternehmen in den Rathäusern sein.
Moderne Verwaltung und Digitalisierung
Wir stehen für eine stärkere Selbstverwaltung der Gemeinden, mehr Zusammenarbeit zwischen den Kommunen, eine bürgernahe Verwaltung und den Abbau von Bürokratie. Wir möchten Lösungen finden, bei denen die Bürger besser eingebunden werden. Gladbeck braucht ein Rathaus, das offen für gute Ideen und Vorschläge ist. Eine lebendige Stadt braucht unbedingt auch kritische Denkansätze!
In den nächsten Jahren werden viele Mitarbeiter der städtischen Verwaltung aus den geburtenstarken Jahrgängen in den Ruhestand gehen. Es wird schwierig sein, in gleicher Anzahl neues Personal zu finden. Um die bestehenden Verwaltungsaufgaben weiterhin zu erfüllen, müssen wir die Digitalisierung effizienter vorantreiben und mehr Arbeitsprozesse digital unterstützen. Dabei muss die Digitalisierung der Verwaltung so gestaltet werden, dass die Bürger die Verbesserungen in ihrem Alltag deutlich spüren.
Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir den Ausbau der digitalen Infrastruktur weiter vorantreiben. Eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung muss im gesamten Stadtgebiet gewährleistet sein. Besonders wichtig ist die fortschreitende Digitalisierung der Verwaltung und der Schulen.
Unser Ziel ist der vollständige Übergang von der Papierakte zur digitalen Akte. Ein moderner Verwaltungsservice bedeutet, dass Bürger jederzeit und überall auf alle Dienstleistungen der Stadt zugreifen können. Diesen Anspruch stellen wir sowohl auf kommunaler als auch auf Kreisebene. „Open Data“ muss flächendeckend und einheitlich vernetzt und genutzt werden.
Solide Finanzen
Die CDU erkennt die fatale finanzielle Lage unserer Stadt. Ständig steigende Ausgaben, insbesondere bei sozialen Leistungen, übersteigen dauernd die an anderer Stelle eingesparten Beträge und Einnahmen. Mithilfe der kommunalen Spitzenverbände wollen wir uns dafür einsetzen, dass Bund und Land in die Verantwortung genommen werden. Zur Einhaltung des Konnexitätsprinzips muss damit Schluss sein, uns Aufgaben aufzubürden, ohne die notwendigen Finanzen bereitzustellen.
Die CDU hat sich in den letzten Jahren stets gegen kommunale Steuererhöhungen ausgesprochen und wird auch zukünftig dazu stehen Steuererhöhungen möglichst zu vermeiden. Eventuell müssen wir neue Denkmodelle entwickeln, die zum Beispiel die Anpassung der Grundsteuer im Rahmen eines Inflationsausgleichs mit einem Automatismus versieht. Dies hätte den Vorteil, dass die Bürgerschaft permanent in sehr geringem Maße mehr belastet wird. Extreme Mehrbelastungen in unregelmäßigen Abständen würden so vermieden. Wir werden daher eine permanente und strenge Ausgabenkontrolle durchführen und die Notwendigkeit von Ausgaben ständig sowie kritisch prüfen. Hierbei wollen wir insbesondere die Meinung der Bürgerschaft hören, bewerten und versuchen, mit in unsere Entscheidung einzubeziehen. Ausgabenkürzungen kommen immer vor Einnahmenerhöhungen!
Der städtische Haushalt muss auch für interessierte Bürger transparent sein! Der Rat muss in der Lage sein, die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen ohne große Nachfragen überprüfen zu können. Planungsansätze müssen nachvollziehbar sein. Die Vorlage eines Haushaltes in digitaler Form mit erweiterten textlichen Erläuterungen ist daher unser erklärtes Ziel.
Intelligente Entwicklung einer nachhaltigen Infrastruktur
Um uns zukünftig besser in der Region zu vernetzen, braucht es eine qualitativ hochwertige Infrastruktur. Wir setzen uns daher für den Erhalt und Ausbau der Verkehrswege ein. Wir wollen, dass Gladbeck als Wohnstadt attraktiv bleibt. Daher müssen wir dafür Sorge tragen, dass die Arbeitsplätze in der Umgebung durch eine gute Verkehrsinfrastruktur erreichbar sind.
Ein wesentlicher Baustein hierfür ist der ÖPNV. Um von Gladbeck aus in die umliegenden Städte wie Essen, Oberhausen, Duisburg, Düsseldorf oder Dortmund pendeln zu können, muss es mit Blick auf die Anbindung an die örtlichen Bahnhöfe eine bessere Abstimmung des ÖPNV (Busse) geben. Dies würde auch den Individualverkehr reduzieren.
Gleichzeitig müssen wir alle Buslinien überprüfen und gegebenenfalls optimieren, da sich die Wohnsituationen in unseren Stadtteilen in den letzten Jahren zum Teil erheblich verändert haben (exemplarisch sei hier das Neugebiet Bohnekampstr. in Zweckel genannt).
Auch mit Blick auf unsere Jugend ist eine Verbesserung des ÖPNV dringend notwendig. Da wir in Gladbeck bis dato kaum attraktive Freizeitangebote (u. a. kein Kino, kein Spaßbad, keine Eishalle, wenig Einkaufsmöglichkeiten) für junge Menschen anbieten, weichen diese in die Nachbarstädte aus. Daher muss bei der Taktung bestehender Buslinien zukünftig darauf geachtet werden, diese z. B. zu den Stoßzeiten deutlich auszubauen. Darüber hinaus muss für die jungen Erwachsenen auch in den Abend- und Nachtstunden eine Verbindung in die Nachbarstädte gewährleistet sein.
Uns ist in diesem Zusammenhang sehr bewusst, dass es schwierig ist, die berechtigten Forderungen nach weniger Immissionen (Lärm, Staub, CO2 etc.) in Einklang zu bringen mit einem funktionierenden Verkehr und einem effizienten, bedarfsgerechten ÖPNV-Angebot. Daher setzen wir auf ausgewogene, fachlich abgestimmte und ganzheitliche Verkehrskonzepte, ergänzt durch neue Techniken wie z. B. Elektro- oder Wasserstoffmobilität. Auch das Carsharing sowie Fahrräder und E-Bikes spielen hierbei eine wichtige Rolle. Daher sehen wir ausgebaute Radachsen in Nord/Süd- und West/Ost-Verbindung als dringend notwendig an. Experten aus Interessengruppen, Stadtverwaltung und Bürgerschaft sollten hier gemeinsam umsetzbare Ideen entwickeln, damit die Radwege repariert und ausgebaut werden.
Aktive Sportpolitik
Wie die Kultur hat auch der Sport für die CDU einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Sport fördert die Gesundheit, dient der Erholung und bietet eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Auch zur Integration kann Sport einen wertvollen Beitrag leisten. Das gemeinsame Erleben sportlicher Erfolge im Mannschaftssport hilft beim Abbau von Sprachbarrieren und kann Menschen zusammenbringen.
Trotz unserer finanziell angespannten Lage setzt sich die CDU daher für eine angemessene Finanzausstattung und Unterstützung der Sportvereine sowie der Sportstätten ein.
Die Sportflächenplanung bedarf einer langen Vorbereitung. Hier setzt die CDU Gladbeck auf sichere Planungsgrundlagen. Basierend auf den Ergebnissen der Sportstätten-Entwicklungsanalyse gilt es, für den Bau von Sportstätten zukunftsorientierte Konzepte zu erstellen. Wir werden uns für die Fortschreibung des bereits vorliegenden Sportstättenbedarfsplans einsetzen. Daher begrüßen wir die Förderung der Sportstätten durch die Landesregierung und setzen uns auch zukünftig nachdrücklich für diese ein.
Aufgrund unseres in die Jahre gekommenen Hallenbades sowie des Freibades, welche beide eine höchst veraltete Technik besitzen, werden wir nicht umhinkommen, über eine Neustrukturierung unserer Bäderlandschaft ernsthaft nachzudenken. Ziel ist es lang- bis mittelfristig eine deutliche Kostenersparnis gegenüber dem Betrieb von zwei separaten Einrichtungen zu erzielen. Hierzu haben wir schon in den vergangenen Haushaltsberatungen ein Schwimmzentrum am Standort Wittringen (jetziges Freibad) vorgeschlagen, an dem Hallenbad und Freibad zu einem großen Schwimmareal vereinigt werden. Dort soll dann Platz für den Leistungssport, das Freizeitschwimmen, das Kinder- und Jugendschwimmen sowie den Schwimmunterricht an einer Stelle geschaffen werden. Hierbei wollen wir eine Kombination zwischen Frei- und Hallenbad herstellen. Als zwei wesentliche Synergieeffekte sind eine moderne technische Anlage für alle Schwimmbecken sowie die Zusammenführung des Bäderpersonals beider Standorte zu nennen. Wir brauchen umgehend eine umfassende Wirtschaftlichkeitsanalyse, um eine sichere Entscheidungsbasis zu gewährleisten.
Stadtplanung
Seit vielen Jahren ist eines unserer Hauptanliegen die Erneuerung des Busbahnhofes am Oberhof. Die Situation vor Ort ist mehr als unbefriedigend. Das Areal muss zukunftsfähig erschlossen und gestaltet werden. In diesem Zusammenhang stehen wir auch für die Verlegung des Bahnhof Ost. Hierdurch könnte endlich die „Zerschneidung“ der Oststadt ebenerdig überwunden werden.
Ein weiteres zentrales Thema, das uns seit vielen Jahren beschäftigt, sind die so genannten Schrottimmobilien, die bis heute zum Teil immer noch nicht beseitigt wurden. Daher wollen wir verstärkt dafür Sorge tragen, dass Ruinen wie der Erlenkrug in Ost oder auch das ehemalige Möbel-Tacke-Gelände in Butendorf einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Uns ist die Qualität unserer unterschiedlichen Stadtteile ein großes Anliegen, denn sie sind wichtig für die Nahversorgung unserer Bürger. In allen Stadtteilen muss es neben einer umfänglichen ärztlichen Versorgung auch ein Angebot mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs geben. Wir wollen, dass sich die Gladbecker in unseren Stadtteilen wohl und beheimatet fühlen!
Als grundsätzlicher Schwerpunkt ist festzuhalten, dass im Bereich der Planung ein Bürokratieabbau stattfinden soll, der weg von Kleinstregelungen hin zu mehr Beratung und Empfehlungen für die Bürgerschaft gehen soll. Auch müssen wir anstreben, unsere Ortssatzungen deutlich zu verringern oder wenigstens zu vereinfachen.
Solidarisches Miteinander
Wir, die CDU Gladbeck, sind die Garanten für eine soziale Marktwirtschaft. Sie ist unser gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Leitbild.
Wir bekennen uns zum Prinzip des Förderns und Forderns. Die CDU bietet all denjenigen Hilfe an, die sich nicht selbst helfen können. Wir ermuntern die Leistungsfähigen, sich solidarisch für das Gemeinwesen einzusetzen und erwarten von den Hilfeempfängern ihren Beitrag zum Wohl der Gemeinschaft. Denn: Solidarität darf keine Einbahnstraße sein.
Zukunft durch Bildung
Die Möglichkeiten zur Weiterbildung und lebenslangem Lernen entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft. Für eine Bildungsgerechtigkeit und eine gesellschaftliche Teilhabe müssen ausreichende Finanzmittel bereitgestellt werden. Auch der von uns immer wieder geforderte und geförderte Ausbau der Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Pfeiler unserer Schulpolitik, damit unsere Schülerinnen und Schüler sich bestmöglich entwickeln können.
Auch der weitere Ausbau eines qualitativ hochwertigen Offenen Ganztages, der allen Schülerinnen und Schülern zugänglich sein muss, sowie die Förderung außerschulischer Unterstützungsangebote sind notwendig um die von der Corona-Pandemie beeinträchtigte Schülerinnen- und Schülergeneration adäquat zu unterstützen und zu fördern, solange nötig.
Die Stadt Gladbeck hat eine differenzierte und vielfältige Schullandschaft. Unsere Schulen, die in der Vergangenheit häufig ausgezeichnet wurden, haben auch über die Grenzen unserer Stadt hinaus eine hohe Attraktivität bei Eltern und Kindern. Die CDU will die Schulen in unserer Stadt sichern und stärken. Dies geschieht durch Erhalt und Instandsetzung von Schulgebäuden sowie durch deren bedarfsgerechte Weiterentwicklung. Hierbei muss zukünftig der Fokus deutlich verstärkt auf dem Vorantreiben einer systematischen Schulentwicklungsplanung liegen. Dies ist in den letzten Jahren wenig oder nur unzureichend erfolgt. In den Blick zu nehmen ist nicht nur der Primarbereich, sondern auch Bedarfe im Feld der weiterführenden Schulen.
Um unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern, müssen wir dafür sorgen, dass Lernen in kleineren Klassen wieder möglich wird. Zudem müssen die Erstklässler bei Einschulung motorisch und sprachlich auf einem Niveau sein, um gemeinsam in einen gelingenden Lernprozess zu starten. Hierfür bedarf es guter vorschulischer Bildung, die nur gelingen kann, wenn genügend qualifiziertes Personal in unseren Kindergärten zur Verfügung steht. Dieses gilt es durch den Erhalt der Johannes-Kessels Akademie, für den sich die CDU immer eingesetzt hat, vor Ort selbst auszubilden. Hier wollen wir in enger Abstimmung mit dem Kreis Recklinghausen handeln.
Die in den letzten Jahren vorangeschrittene Digitalisierung im Bereich Schule gilt es weiter zu sichern und auszubauen. Nur wenn unsere Schülerinnen und Schüler in modernen Einrichtungen mit moderner Technik lernen, werden sie unsere Zukunft auch als mündige Bürgerinnen und Bürger zum Wohle unserer Gesellschaft mitgestalten können.
Nicht für alle Kinder ist die Regelschule der geeignete Lernort. Die CDU setzt sich daher für den Erhalt der Förderschulen in Gladbeck und in der Region ein. Die Förderschulen leisten hervorragende Arbeit bei der Unterrichtung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Wir wollen für Eltern und Kinder eine echte Wahlfreiheit zwischen dem Unterricht in einer Regelschule und dem Unterricht in einer Förderschule herstellen. Der Prozess der schulischen Inklusion kann nur in einem behutsamen Vorgehen gelingen. Wir dürfen weder Eltern und Kinder noch die Lehrerinnen und Lehrer dabei überfordern.
Sicherheit und Ordnung
Die Menschen in unserer Stadt haben ein Recht auf Sicherheit. In Zusammenarbeit mit der Polizei gilt es auch in Gladbeck, Bürgerinnen und Bürger vor Gewalt und Kriminalität zu schützen und der Verwahrlosung auf öffentlichen Straßen und Plätzen entgegenzuwirken. Die CDU steht für eine Null-Toleranz-Politik bei Vandalismus und Verschmutzung unserer Stadt!
Grundvoraussetzung ist hierzu eine angemessene Präsenz der Polizei und besonders des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD). Die bestehende Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei und städtischem Ordnungsamt muss weiter ausgebaut werden. Die Anzahl der Stellen im KOD wollen wir weiter aufstocken. In unseren Augen ist der KOD auch ein Service-Dienst für die Bürgerschaft. Er gibt Informationen und ist erster Ansprechpartner z. B. in der Fußgängerzone, wenn es um ordnungsbehördliche Angelegenheiten zwischen Bürgern und Stadtverwaltung geht. Auch sehen wir es als notwendig an, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KOD regelmäßig geschult und mit weiterreichenden Befugnissen ausgestattet werden.
Wir favorisieren eine umfassende Präventionsarbeit, in der auch technische Hilfsmittel wie die rechtsstaatlich gesicherte Video- oder Radarbeobachtung an markanten Stellen das subjektive Sicherheitsempfinden unserer Bürger stärken soll.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass zur Prävention auch das Tool „ELSA“ (Evidenzbasierte lokale Sicherheitsanalyse) gehört. Dieses wurde vom Bundeskriminalamt entwickelt und soll mittleren und größeren Städten dabei helfen, Stadtteile oder größere Wohnquartiere zu ermitteln, in denen es zukünftig zu sozialen ordnungs- oder sicherheitspolitischen Verwerfungen kommen könnte.
Familie und Kinder
Für die CDU gilt auch auf kommunaler Ebene der Grundsatz Vorrang für Familien. Für sie schaffen wir Freiräume und Entfaltungsmöglichkeiten — ob beim Wohnen, bei der Kinderbetreuung oder bei den Freizeitangeboten. Insbesondere müssen wir zu einem schnellen und maximalen Ausbau unserer Kindergartenplätze kommen, um möglichst zügig jedem anspruchsberechtigten Gladbecker Kind eine gute Betreuungsmöglichkeit bieten zu können.
Einen hohen Stellenwert hat für uns die qualifizierte, bedarfsgerechte Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern. Hierbei geht es uns insbesondere um die Förderung von Kindern sowie deren Sprachbildung und um soziale Kompetenzen. KiTas sind wie Schulen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, in ihnen wird ein eigenständiger Bildungsauftrag umgesetzt. Dabei ist das Spiel die Grundlage aller Lernprozesse der kindlichen Entwicklung, denn hier entfaltet sich die Persönlichkeit des Kindes, hier entdeckt es spielerisch die Welt. Dabei gilt, dass Spielen und Lernen keine Gegensätze sind, sondern sich ergänzen. Daher setzen wir uns auch zukünftig für eine innovative Fortführung der Spielraumleitplanung (Spielplätze) mit bedarfsgerechten Konzepten ein.
Zur Entlastung der Familien streben wir einen gebührenfreien Kindergartenbesuch für die 3- bis 6-jährigen Kinder an — wenn es unser Haushalt zulässt. Daher hat für uns auch unter diesem Aspekt die Auskömmlichkeit des städtischen Haushalts oberste Priorität!
Ein Thema, das uns in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens begleitet, ist das Fördern und Fordern. Gerade Bildung ist ein sozialer Prozess, in dem jedes Kind individuell gefördert und gefordert werden muss. Dies gilt auch beim Spracherwerb. Wir stehen unbedingt hinter allen notwendigen Fördermaßnahmen, vor allem beim Abbau von Sprachbarrieren. Denn: Sprache ist das wesentliche Instrument für die Teilhabe an Gesellschaft. Wir wollen aber auch fordern dürfen, wo es angebracht ist.
Ein dramatisch zunehmendes Absinken, das wir in Gladbeck in der Sprachkompetenz der Erstklässler bei jährlichen Schuleingangsuntersuchungen feststellen müssen, ist nicht mehr wegzudiskutieren. Daher wollen wir einen neuen Weg beschreiten: Wenn sich Eltern trotz aller in unserer Stadt äußerst vielfältigen Fördermaßnahmen der deutschen Sprache in der Form verweigern, dass in Deutschland geborene Kinder bei ihrer Einschulung über keine oder nur rudimentäre altersgemäße Deutschkenntnisse verfügen, sollen sie zukünftig im Rahmen aller gesetzlichen Möglichkeiten stärker in die Verantwortung genommen werden. Dies gilt zum Wohle aller Schulkinder, aber auch zum Wohle der Gemeinschaft, die diese Maßnahmen aus den gemeinsamen Steuergeldern entrichten muss. Denn das Erlernen der deutschen Sprache ist keine Aufgabe, die allein den Kindertageseinrichtungen oder Schulen überlassen werden darf.
Jugendliche und junge Erwachsene
Jugendliche und junge Erwachsene sind elementarer Teil unserer Gesellschaft. Die CDU Gladbeck möchte vermehrt Angebote für diese Zielgruppe im öffentlichen Raum fördern. Hierfür setzen wir uns ganz besonders mit unserer Jungen Union (JU) ein. Der gemeinsame Fokus liegt auf der Steigerung der Attraktivität unserer Stadt für junge Menschen.
Es ist wichtig, dass für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Freizeit- und Unterstützungsangebote erhalten und gefördert werden. Hierzu zählen zahlreiche städtische Angebote wie zum Beispiel Freizeittreffs, die Jugendkunstschule, die städtische Musikschule und vieles mehr. Aber auch private Angebote, wie die Musikschule Pianissimo, gilt es zu unterstützen. Ganz besonders wertzuschätzen sind ehrenamtliche Angebote, wie sie beispielsweise durch die katholische und evangelische Kirche bereitgestellt werden.
Auch das Programm der städtischen Bücherei, des Kommunalen Kinos und die Veranstaltungen in der Stadthalle gilt es immer wieder auf ihre Attraktivität für Jugendliche zu überprüfen. Die Beachsportanlage im Nordpark, die Skateranlagen im Nordpark und in Butendorf sowie die Bolzplätze im Stadtgebiet sind als Treffpunkte entsprechend der Zielgruppe möglichst zu erhalten.
Ebenso sollten zielgerichtete Workshops zur ständigen Weiterentwicklung des Angebotes für junge Menschen stattfinden, die neben Vertretern der Stadtverwaltung mit einer repräsentativen Anzahl von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen besetzt sein müssen.
Gleichberechtigung der Geschlechter
Die Gleichberechtigung der Geschlechter zählt zu den Grundlagen unseres Staates und ist in Artikel 3 des Grundgesetzes festgeschrieben. Wir haben vor allem mit Blick auf die Gleichstellung von Frauen in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht. Dennoch bleibt der Auftrag, auf dem Weg zur Gleichberechtigung und Chancengleichheit nicht stehen zu bleiben, sondern ihn konsequent weiterzugehen. Uns ist sehr wohl bewusst, dass dies zum Teil immer noch ein sehr schweres Unterfangen ist.
Dafür setzt sich vor allem unsere Frauen Union (FU) ein. Einrichtungen wie das Mädchenzentrum oder die Frauenberatungsstelle leisten in unserer Stadt wichtige Arbeit. Sie stärken Mädchen und Frauen in Familie und Gesellschaft für ein selbstbestimmtes Leben. Unsere Aufgabe ist es, die politischen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Frauen und Männer ihren Lebensentwurf gleichberechtigt leben können und in allen Bereichen des Lebens die gleichen Chancen haben. Dieses setzen wir auch konsequent in unseren eigenen Reihen durch und fordern Frauen nachdrücklich auf, sich am politischen Prozess zu beteiligen.
Politik für und mit Senioren
Die Menschen in unserer Stadt werden immer älter und die Zahl der älteren Menschen wird immer größer. Das ist, kurzgefasst, ein Ergebnis dessen, was wir den demographischen Wandel nennen. Noch nie war die Lebenserwartung der Menschen so hoch wie heute. Gleichzeitig sind ältere Menschen heute gesünder, fitter und engagierter als jede ältere Generation zuvor. Die älter werdende Bürgerschaft erfordert deshalb ein neues Denken und Handeln in den Feldern kommunalpolitischer Entscheidungen. Hierfür setzen wir uns ganz besonders mit unserer Senioren Union (SU) ein.
Die Seniorenpolitik ist für die CDU keine Unterabteilung der Sozialpolitik und kann deshalb auch nicht im Sozialausschuss angesiedelt werden. Wir wollen daher nach der Kommunalwahl hierfür einen eigenen Fachausschuss bilden. Dabei verstehen wir Seniorenpolitik nicht isoliert, sondern im Sinne eines generationenübergreifenden Zusammenlebens.
Die Seniorenpolitik der CDU-Gladbeck zielt darauf ab, dass Seniorinnen und Senioren selbstbestimmt, eigenständig und sicher ihr Leben im gewohnten Umfeld und im eigenen Wohnbereich führen können. Deshalb ist es eine wichtige Zukunftsaufgabe, nachhaltige seniorengerechte Strukturen in unserer Stadt auszubauen und zu sichern. Dazu identifiziert die CDU-Gladbeck fünf konkrete Arbeitsfelder.
- Wohnen im Alter – Die CDU-Gladbeck setzt sich insbesondere ein für:
- Die Förderung von seniorengerechten und barrierefreien Wohnungen, die z.B. bei dem Bebauungsgebiet „Bramsfeld“ umgesetzt werden müssen.
- Die Stärkung des sozialen Wohnungsbaus.
- Die Förderung von neuen Wohnformen für Seniorinnen und Senioren und die Schaffung von Mehrgenerationen-Anlagen.
- Die Unterstützung von Seniorinnen und Senioren bei der Wohnraumsuche und beim Wohnungstausch.
- Gesundheit und Pflege – Die CDU-Gladbeck setzt sich insbesondere ein für:
- Eine dauerhafte und gute Versorgung mit Haus- und Fachärzten.
- Den Erhalt und die Ansiedlung von Apotheken in der gesamten Fläche unserer Stadt.
- Den Erhalt und die Stärkung unseres Krankenhauses.
- Den Ausbau und die Stärkung aller Bereiche der Pflege, besonders der Kurzzeitpflege.
- Die Förderung von Bewegungsangeboten für Seniorinnen und Senioren.
- Mobilität und Barrierefreiheit – Die CDU-Gladbeck setzt sich insbesondere ein für:
- Die Förderung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs mit barrierefreien Einstiegen an allen Haltestellen.
- Die Möglichkeit, in Bussen und Bahnen weiterhin ein Ticket mit Bargeld bezahlen zu können.
- Die weitere Verbesserung der Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden.
- Bekämpfung von Alterseinsamkeit und Isolation – Die CDU-Gladbeck setzt sich insbesondere ein für:
- Den Erhalt und den Ausbau von Begegnungsmöglichkeiten und Seniorentreffs.
- Die Förderung von kulturellen und sportlichen Angeboten und Freizeitaktivitäten für Seniorinnen und Senioren.
- Die Förderung ehrenamtlicher Projekte wie „Füreinander – Miteinander“ der Malteser, „Mahlzeit“ der Caritas und weitere Besuchs- und Begleitdienste.
- Digitalisierung – Die CDU-Gladbeck fördert insbesondere:
- Die Bildung der Seniorinnen und Senioren im Bereich der Digitalisierung, auch mit Unterstützung ehrenamtlicher Organisationen.
- Eine Digitalisierung der Dienste der Stadtverwaltung, die für Seniorinnen und Senioren keine Barriere darstellt, sondern einladend ist.
- Seniorinnen und Senioren müssen aber zu allen öffentlichen Dienstleistungen vollen und ungehinderten Zugang haben, auch wenn sie digitale Angebote nicht nutzen wollen.
Seniorinnen und Senioren brauchen in ihrer Wohnumgebung gut erreichbar Angebote zur Deckung ihres täglichen Bedarfs, vom Lebensmittelhandel bis zum Geldinstitut. Deshalb wird die CDU-Gladbeck einer weiteren Schließung von Sparkassen-Filialen nicht zustimmen.
Menschen mit Behinderung – lernen, arbeiten, leben in Gladbeck
Es war und ist ein zentrales Anliegen der CDU Gladbeck, dass Menschen mit Behinderung, gleich welchen Alters, am gemeinschaftlichen Leben in unserer Stadt gleichberechtigt teilhaben können. Wir stehen dafür ein, dass sie selbstbestimmt ihr Leben gestalten können. Darum befürworten wir den Erhalt geeigneter Förderschulen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Wir treten dafür ein, dass vorhandene Arbeitsplätze in Werkstätten, in Außenarbeitseinrichtungen und Inklusionsbetrieben fortbestehen bzw. geeignete weitere geschaffen werden.
Wir unterstützen aktiv Bestrebungen der Träger, individuelle Lebensgestaltung und Teilhabe durch angemessene Wohnmöglichkeiten umzusetzen. Und wir werden uns tatkräftig dafür einsetzen, dass Inklusion weiterhin selbstverständlicher Bestandteil aller Planungen für Bildungs- und Freizeitangebote sowie für Sport- und Kulturveranstaltungen wird. Besonderes Anliegen bleibt es, Teilhabe durch Selbsthilfeorganisationen sowie durch den Zugang zum Ehrenamt und zur politischen Beteiligung zu fördern.
Ehrenamt
Die Gemeinschaft lebt von Menschen, die bereit sind, Verantwortung für andere zu übernehmen. Ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, in den Sportvereinen, Hilfsorganisationen, in sozialen Einrichtungen, den Kirchen oder anderen Vereinigungen — wir brauchen das ehrenamtliche Engagement. Deshalb fördern wir das Ehrenamt und den Einsatz für andere. Wir ermuntern die Menschen zur aktiven Mitwirkung und zur Übernahme politischer Verantwortung in unserer Stadt. Hierfür schaffen wir entsprechende Möglichkeiten: Mehr sachkundige Bürger, verstärkte kommunalpolitische Bildung in den Schulen, vermehrte Besuche der Schulklassen im Rathaus nach dem Vorbild der Landtags- bzw. Bundestagsbesuche. Wir wollen durch unsere Politik das Ehrenamt weiterhin wertschätzen.
Gelebte Vielfalt
Das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte entspricht unserem Gesellschaftsbild. Vielfalt ist Bereicherung und Herausforderung zugleich. Wir als CDU wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Vielfalt in unserer heutigen Gesellschaft keine Frage mehr ist, sondern gelebte Realität. Wir erwarten aber auch, dass in diesem Land unsere gemeinsame Sprache Deutsch und unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung die Basis sind.
Es gibt bereits viele gute Ansätze und Beispiele des guten Zusammenlebens in unserer Stadt. Diese wollen wir weiter unterstützen und ausbauen. Wir wollen das Mit- und nicht das Nebeneinander fördern und wenden uns strikt gegen Parallelgesellschaften. Es sollte deshalb von keiner Seite etwas unternommen werden, was eine Isolation weiter befördert. Vielmehr fordern wir alle Migranten auf, sich aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben in Gladbeck zu beteiligen. Hierzu können bereits die voll integrierten Menschen, die seit Jahrzehnten in Gladbeck leben und sich eine Existenz aufgebaut haben, als positive Vorbilder dienen.
Wir müssen die Integration, Anerkennung und Gleichstellung derjenigen, die hier geboren sind oder schon lange hier leben, aktiv unterstützen, aber sie auch in die Verantwortung nehmen, selbst mitzuwirken. Wir wollen daher ein Expertengremium für Integration einrichten, das für die Stadtspitze beratend tätig werden soll.
Dieses Gremium soll besetzt sein mit aktiven zugewanderten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Vertretern ansässiger Organisationen aus der Integrationsarbeit. Hier sollen die Probleme von Zuwanderung und Integration offen angesprochen, neue Impulse gesetzt und Lösungen gefunden werden. Sprache, Bildung, die Vermittlung von allgemeingültigen Werten sollen dabei genauso Inhalt der Arbeit des Gremiums sein wie die gleichberechtigte Teilhabe in den Strukturen unserer Gesellschaft. Als weiteres Beispiel eine Leseoffensive genannt, denn mittlerweile kann leider jeder vierte Jugendliche kein korrektes Deutsch mehr. Wir benötigen auch in Gladbeck dringend eine Sprachstandserhebung vom Übergang des Kindergartens zur Grundschule bzw. später zur weiterführenden Schule.
Integration darf keine Einbahnstraße sein.
Kultur ist Lebensqualität
Die CDU fördert die Kulturarbeit von Vereinen, Verbänden, den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und anderen ehrenamtlich Tätigen. Hierzu zählen wir auch die Brauchtums- und Traditionspflege in den zahlreichen Schützen- und Siedlervereinen unserer Stadt.
Im Rahmen der freiwilligen städtischen Leistungen müssen kulturelle Angebote wie Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen und Ausstellungen weiterhin in attraktivem Umfang gesichert sein. Wir setzen uns ein für den Erhalt kultureller Einrichtungen wie der Neuen Galerie, des städtischen Museums, der Stadtbücherei sowie der städtischen Musikschule. Deswegen stehen wir dafür ein, dass der Kulturetat im städtischen Haushalt nicht weiteren Kürzungen unterliegt, sondern wir ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von Kultur als Wert an sich in unserem Alltag haben.
Der langfristige Erhalt von Baudenkmälern sowie z. B. auch einigen ehemaligen Kirchengebäuden steht in unserem besonderen Fokus. Hierzu bedarf es längerfristiger Konzepte, die sowohl privaten als auch öffentlichen Eigentümern eine adäquate sowie wirtschaftliche Nutzung erlauben. Gladbeck hat nicht nur im Zweiten Weltkrieg, sondern auch durch städtebauliche Konzepte in den Folgejahrzehnten bis heute leider viele stadtbildprägende Gebäude verloren. Daher will die CDU dafür Sorge tragen, in einer differenzierten Vorgehensweise besonders erhaltenswerte Gebäude mithilfe von städtebaulich-denkmalpflegerischen Rahmenplänen für die nachfolgenden Generationen zu sichern — dies aber selbstverständlich im Konsens mit den jeweiligen Inhabern, so nicht die Stadt Gladbeck Eigentümerin ist.
Um vor allem Kindern und Jugendlichen unserer Stadt, ungeachtet der sozialen Herkunft, den Zugang zu Kultur zu ermöglichen, machen wir uns stark für eine außerschulische kulturelle Bildungsarbeit. Erstrebenswert ist in diesem Zusammenhang folgendes einfache Mittel: Wir versehen viele weitere historische Objekte, z. B. alte Schulen mit einem QR-Code, über den man dann zu einer digitalen Zeitreise des jeweiligen Gebäudes gelangt.
Umwelt- und Klimaschutz
Nach christlichem Verständnis sind Mensch und Natur Schöpfungen Gottes. Sie zu bewahren, ist unser Auftrag. Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist folglich fester Bestandteil christlich-demokratischer Politik! Wir wollen die gesamte Bandbreite umweltpolitischer Herausforderungen ambitioniert, aber ohne ideologische Scheuklappen weiterverfolgen. Denn wir wollen unseren Nachkommen eine Welt hinterlassen, die auch morgen noch lebenswert ist.
Die CDU steht für einen sorgsamen und sparsamen Umgang mit den endlichen Ressourcen. Um dies zu erreichen, fördern wir einen wirksamen Ressourcenschutz durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sowie eine Stärkung der Kreislaufwirtschaft.
Für einen aktiven Umwelt- und Klimaschutz fordern wir:
Umweltschutz muss bei allen relevanten Entscheidungen mitgedacht werden. Der Nachhaltigkeitsgedanke spielt hier eine herausragende Rolle. Es darf sich aber nicht nur um überbordende Gebote und Verbote handeln. Zukunftsweisend und von den Bürgern akzeptiert wird Umweltschutz nur, wenn er den Menschen erläutert wird.
Daher werden wir zukunftsorientierte Technologien, die für eine bessere CO2-Bilanz sorgen, unterstützen. Unser Ziel ist beispielsweise eine stetige und ambitionierte Modernisierung des gesamten städtischen Fuhrparks.
Es darf kein Gegeneinander von verschiedenen Verkehrsmitteln geben. Deutschland ist ein Industrieland und Gladbeck ist Teil davon. Öffentlicher Personennahverkehr, Radverkehr und Individualverkehr müssen in einem ganzheitlichen Plan aufeinander abgestimmt sein. Die Takte im Bus- und Bahnverkehr müssen besser harmonieren. Hierfür müssen z. B. ausreichend Pendlerparkplätze sowie Fahrradabstellmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Und, ganz wichtig: Ein zukunftsorientierter Umwelt- und Klimaschutz schafft Chancen für neue Arbeitsplätze!
Fazit
Dieses Wahlprogramm kann zunächst nur eine theoretische Abhandlung und ernsthafte Willenserklärung der CDU sein. Wenn die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt die CDU zur stärksten Fraktion im Rat wählen und auch für einen Wechsel im Bürgermeisteramt votieren, werden sich im Tagesgeschäft sicherlich zusätzliche Herausforderungen, aber auch Erweiterungen oder Anpassungen unseres Wahlprogramms ergeben. Genau aus diesem Grunde haben wir für die kommende Legislaturperiode den Leitsatz gewählt:
Gladbeck. Besser. Machen.